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Robert Ehnis

1940 Anordnung der Sicherungsverwahrung
16.01.1943 KZ Mauthausen
08.04.1943 KZ Auschwitz

Robert Ehnis wurde am 13. Juni 1911 in Pforzheim geboren. Über sein Leben ist uns außer einer Verurteilung durch das Sondergericht Mannheim nichts bekannt. Seine Strafprozessakte im Generallandesarchiv Karlsruhe konnte von uns aus arbeitsökonomischen Gründen noch nicht eingesehen werden.

1940 wurde er vom Sondergericht Mannheim wegen Diebstahls im Rückfall zu drei Jahren Zuchthaus verurteilt. Vermutlich aufgrund früherer Verurteilungen wurde er in diesem Verfahren auch als „gefährlicher Gewohnheitsverbrecher“ nach § 20 a Reichsstrafgesetzbuch erkannt und die Sicherungsverwahrung nach Verbüßung der Haftstrafe angeordnet.

Als im September 1942 Reichsjustizminister Otto Georg Thierack und Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei Heinrich Himmler die schubweise Auslieferung aller Sicherungsverwahrten, die bisher der Justiz unterstanden und in den Sicherungsanstalten einsaßen, an die Polizei, zur "Vernichtung durch Arbeit" in den Konzentrationslagern, vereinbarten, war auch Robert Ehnis unter den Betroffenen. Am 16. Januar 1943 wurde er in das Konzentrationslager Mauthausen deportiert, dort als Sicherungsverwahrter („SV“) registriert und mit der Häftlingsnummer 21786 versehen. Bereits am 8. April 1943 wurde er mit einigen anderen Sicherungsverwahrten in das KZ Auschwitz überstellt.

Robert Ehnis hat die Befreiung erlebt. Er starb jedoch (möglicherweise an den Folgen der KZ-Haft) bereits 1946 (Tag und Monat sind uns nicht bekannt).

Die Markierung auf der Übersichtskarte zeigt Robert Ehnis' Geburtsort Pforzheim.
 

Quellen

Generallandesarchiv Karlsruhe
507 Nr. 3491-3493 (Prozessakte Sondergericht Mannheim)

Archiv Memorial Mauthausen 
Häftlingsdatenbankauszug vom 27.4.2023    

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